Juni 24, 2013

Juni 24, 2013

Eigentumswohnung oder Haus?

In  diesem Artikel geht es um die Gegenüberstellung von einer Eigentumswohnung und einem Haus. Welcher Immobilientyp ist besser für Sie geeignet?

Vorteile einer Eigentumswohnung

Auf Grund der für gewöhnlich kleineren Grundfläche sind bei Eigentumswohnungen die finanziellen Aufwendungen für Instandhaltung, Instandsetzung, Modernisierung und Betrieb niedriger als Hausbesitz. Somit kann mit geringeren Mitteln eine Altersvorsorge bzw. Kapitalanlage geschaffen werden. Da die durchschnittliche Fläche pro Haushalt durch die steigenden Haushaltseinkommen und Ansprüche an das Wohnen immer mehr wächst, stellt eine Eigentumswohnung die preiswerteste Variante des Immobilienbesitzes dar. Aufteilerwohnungen haben den Vorzug, dass Mietshäuser in Eigentumswohnungen unterteilt werden, wodurch sich günstige Kaufpreise ergeben. Sie werden oft von den bereits darin lebenden Mietern übernommen. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der einfacheren Finanzierungszusage der Banken. Es handelt sich um niedrigere Beträge als bei einer Hausfinanzierung, bei der schließlich der Grundstückspreis dazuzurechnen ist. Demnach ist der Anteil der benötigten Fremdfinanzierung entsprechend kleiner. Hier lesen Sie, wieviel Immobilie Sie sich leisten können. Nicht zu vergessen ist der Vorteil, dass Wohnungseigentum eine zentrale Lage in der Stadt ermöglicht.

Nachteile

Trotz rechtlich eindeutiger Bestimmungen führt das Zusammenwohnen mehrerer Eigentümer in einem Haus oft zu Streitigkeiten. Thema sind zu fällende Entscheidungen im Rahmen der Eigentümerversammlung, welche durch Mehrheitsbeschlüsse getroffen werden. Dabei wird es meistens nicht für jeden zu einer zufriedenstellenden Lösung kommen. Gerade für Instandsetzung und Reparatur des Gemeinschaftseigentums sind hohe Beträge zu leisten. Bei der Investition in Eigentumswohnungen ist zu beachten, dass umfangreiche Reparaturen am Gemeinschaftseigentum durch Sonderumlagen geleistet werden. Wurde dafür jedoch nicht ausreichend Kapital zurückgelegt oder sind Eigentümer zahlungsunfähig, können jene Kosten neue Käufer treffen. Davon abgesehen haben Wohnungseigentümer ein Wohngeld zu verrichten, wodurch Verwaltungs- und Instandhaltungskosten gedeckt werden. Wird dieses unregelmäßig bezahlt, kann es zu einer Entziehung des Wohnungseigentums kommen.

Vorteile eines Hausbesitzes

Um die Vorteile des Hausbesitzes hinreichend darzustellen, sollten die einzelnen Wohnformen – freistehendes Haus, Doppelhaus und Reihenhaus – differenziert betrachtet werden.
Der Vorzug eines freistehenden Hauses ist die rundum unabhängige Nutzung in Kombination mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, dabei müssen allerdings die Bauvorschriften beachtet werden. Diese Variante des Hausbesitzes bietet den meisten Freiraum für Eigentümer. Doppelhäuser sind wegen ihrer geringeren Grundstücksbreite günstiger als freistehende Häuser. Sie zeichnen sich durch niedrigere Erschließungskosten und Anliegerbeiträge aus. Wohnen in Reihenhäusern besitzt die Eigenart, dass abhängig davon, ob ein Reiheneck- oder Reihenendhaus vorliegt, das Haus entweder über zwei oder drei Außenwände verfügt. Daraus resultiert die Einsparung von Heizkosten von bis zu 50 Prozent gegenüber dem freistehenden Haus. Zudem ist die Größe des Grundstücks bis zu zwei Drittel kleiner, wodurch die Bewirtschaftungskosten nochmals reduziert werden können.

Nachteile

Bei dem Kauf von Immobilien fallen verschiedene Steuern an. Zu den Erwerbsnebenkosten zählt zum einen die Verrichtung der Grunderwerbsteuer. Zum anderen wird eine quartalsweise zu zahlende Grundsteuer erhoben. Beide Steuern sind bei Hausbesitz meist höher als bei Wohnungseigentum. Das liegt daran, dass die Bemessungsgrundlage der Steuern der Kaufpreis bzw. der Einheitswert der Immobilie ist. Ein Haus mit Grund ist im Allgemeinen kostenintensiver, demzufolge sind die zu verrichtenden Abgaben höher. Ebenso sind die Bewirtschaftungskosten eines Hauses wegen der größeren Fläche höher als die einer Eigentumswohnung.
In der Regel ist für das Abbezahlen eines Grundstücks und des darauf befindlichen Hauses eine Kreditaufnahme erforderlich, was bei dem Erwerb einer Eigentumswohnung nicht zwangsläufig der Fall sein muss. Hinsichtlich der Finanzierungsmodelle muss in Betracht gezogen werden, dass durch die Aufnahme eines Darlehens neben der Tilgung – der Rückzahlung des aufgenommenen Betrages – ebenso die Zinsen als Entgelt für die Nutzung des Kapitals zu zahlen sind.

Fazit

Häuser bedeuten im Vergleich zu Eigentumswohnungen Mehrkosten. Vergleichen Sie deshalb die Baufinanzierung-Zinsen. Diese ergeben sich aus den meist umfassenderen Anschaffungskosten sowie den höheren laufenden Kosten. Hausbesitzer müssen allein für die gesamten Kosten aufkommen, die bei Wohnungseigentum auf die Anzahl der Eigentümer aufgeteilt werden. Darüber hinaus ist Hausbesitz in der Regel mit einer weniger zentralen Lage verbunden, wodurch sich die Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, zur Arbeit, etc. verlängern. Allerdings bieten Häuser oft einen ruhigeren Wohnort, der mehr Lebensqualität gewährleisten kann, wenn beispielsweise die Nähe zur Natur gegeben ist. Das zugehörige Grundstück versetzt die Eigentümer außerdem in die Lage, ihre Träume in weit größerem Maße zu verwirklichen.
Generell lässt sich feststellen, dass Häuser sich eher für Menschen eignen, die bereit sind, lange Zeit mit Schulden zu leben, um sich ihren Lebenstraum zu erfüllen. Leute, die mit weniger Gestaltungsmöglichkeiten zufrieden sind und eine geringere finanzielle Belastung eingehen wollen, sind mit der Investition in eine Eigentumswohnung besser beraten.

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Über den Autor

Steven Schostag

Seit über 12 Jahren ausschließlich im Bereich der Immobilienfinanzierung tätig. Durch individuelle Lösungen können oft auch komplizierte Finanzierungen zum Erfolg geführt werden. 

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