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Juli 5, 2013

Juli 5, 2013

Baufinanzierung Absicherung – Teil 1 Todesfallschutz

Im Zusammenhang mit der Baufinanzierung gibt es bestimmte Versicherungen, über die Sie sich im Vorfeld Gedanken machen sollten. Was passiert, wenn das Einkommen durch Tod, Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit wegfällt oder minimiert wird?

Kann die monatliche Finanzierungsrate immer noch getragen werden? Im schlimmsten Fall muss die Immobilie verkauft werden. Die Bedeutung der Absicherung steigt bei sogenannten Immobilien Vollfinanzierungen umso mehr.

In diesem ersten Artikel aus der Reihe „Absicherungsstrategien“ geht es um den Todesfallschutz.

Wer seine Angehörigen oder seine Familie im Todesfall absichern möchte, ist mit einer Risikolebensversicherung gut beraten. Bei einer Risikolebensversicherung handelt es sich um einen reinen Todesfallschutz, das heißt im Umkehrschluss, die Leistungen werden nur im Todesfall, jedoch nicht im Erlebensfall ausgezahlt. Das unterscheidet die Risikolebensversicherung von der Kapitallebensversicherung, bei der Leistungen auch im Erlebensfall ausgezahlt werden. Die Risikolebensversicherung ist die beste und preisgünstigste Absicherung für die Hinterbliebenen.

Begünstigte der Risikolebensversicherung

Beim Abschluss der Versicherung wird bereits der oder die Begünstigte festgelegt, an den oder die dann die Versicherungssumme beim Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt wird. Die Begünstigten können die Ehe- oder Lebenspartner, Kinder aber auch Freunde oder andere Personen sein. Lebt man in einer Lebensgemeinschaft ist der Partner oder die Partnerin nicht durch eine Hinterbliebenenrente abgesichert, sodass dieser Personenkreis dann von der Risikolebensversicherung profitiert. Ohne diese finanzielle Möglichkeit stände der Partner ohne zusätzliches Einkommen dar und müsste gegebenenfalls seinen Lebensstandard einschränken bzw. die Immobilie zwangsverkaufen.

Kosten der Risikolebensversicherung

Der Versicherungsbeitrag berechnet sich nach dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand und den individuellen Risikofaktoren. Ist der Versicherungsnehmer jung, gesund und hat keine weiteren Risikofaktoren, wie zum Beispiel rauchen oder Ausübung eines Extremsports, kann die Risikolebensversicherung bereits für ein paar Euro monatlich abgeschlossen werden. Je mehr Risiken die Versicherung sieht, desto teurer wird die Versicherungssumme. Für die Berechnung des Beitrags ist natürlich auch die Auszahlungssumme im Todesfall maßgeblich. Die Todesfallsumme ist variabel und kann nach den persönlichen Gegebenheiten festgelegt werden. In der Regel wird diese dann der Finanzierungssumme angepasst. Eine Gesundheitsprüfung entfällt bei vielen Versicherungsgesellschaften, wenn die Versicherungssumme unter einem bestimmten Betrag liegt. Ansonsten ist es wichtig, dass alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Auch die Frage nach Nichtraucher oder Raucher sollte wahrheitsgemäß beantwortet werden, um die Versicherungssumme im Ernstfall dann auch ausgezahlt zu bekommen.

Konstante oder fallende Todesfall-Leistung

Nun gibt es verschiedene Abschlussvarianten: Der Versicherungsnehmer kann eine Summe x auf eine bestimmte Dauer festlegen oder sich dafür entscheiden, dass sich die Todesfallsumme im Laufe der Jahre reduziert. Diese Variante wird in der Regel dann gewählt, wenn die Immobilienfinanzierung abgesichert werden soll. Mit den Jahren verringert sich das Darlehen für die Immobilie und so ist unter Umständen eine niedrigere – fallende – Todesfallsumme ausreichend. Das macht sich am Beitrag bemerkbar. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Zinsen der Baudarlehen zu achten, welche ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor für die gesamte Laufzeit bedeuten.

Baufinanzierung und Risikolebensversicherung

Vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung bietet es sich an, den Bedarf im Todesfall nach den eigenen, oftmals sehr unterschiedlichen, Bedürfnissen festzulegen. Ist eine Immobilie abzusichern, ist der Lebensunterhalt des Partners oder der Partnerin der entscheidende Punkt oder sollen die Kinder eine finanziell gesicherte Zukunft haben? Danach wird dann die Summe festgelegt, die der Versicherungsnehmer für die Hinterbliebenen vorsehen möchte, wenn er stirbt.

Eine Riskiolebensversicherung ist zum Beispiel ein wichtiger Baustein bei einer Baufinanzierung, die in der Regel auf mehreren Säulen basiert. Eine Kapitallebensversicherung ist im Gegensatz zur Riskiolebensversicherung relativ teuer, sodass sich Immobilienbesitzer in der Regel für eine Risikiolebensversicherung entscheiden. Im Todesfall des Versicherungsnehmers wird dann die Summe ausgezahlt und die Hypothek kann getilgt werden. Wie bereits erwähnt, kann die Todesfallsumme auch fallend vereinbart werden, um die Beiträge niedrig zu halten. Was passiert, wenn der Hauptverdiener einer Familie plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit verstirbt und die Hinterbliebenen kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen haben? Die Immoblie wird nicht selten zwangsversteigert. Neben dem Verlust eines geliebten Menschen, müssen die Hinterbliebenen dann auch noch ihr Umfeld verlassen und sich finanziellen Problemen stellen.

Fazit

Zusammenfassend ist noch mal festzuhalten, dass junge und gesunde Versicherungsnehmer ohne Risikofaktoren sehr niedrige Beiträge zahlen, sodass der Abschluss einer Risikolebensversicherung bereits sehr früh ins Auge gefasst werden sollte. Wichtig ist aber auch, die Versicherungssumme bei Veränderungen der Lebenssituation neu zu überdenken und unter Umständen die Versicherungssumme zu erhöhen oder eine weitere Risikolebensversicherung abzuschließen.

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Über den Autor

Steven Schostag

Seit über 12 Jahren ausschließlich im Bereich der Immobilienfinanzierung tätig. Durch individuelle Lösungen können oft auch komplizierte Finanzierungen zum Erfolg geführt werden. 

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